Am vergangenen Sonntag, den 13. September 2026, wurde die Basilika Ilbenstadt zum Schauplatz eines besonderen musikalischen Abends: Der junge Organist und Kirchenmusiker Marc-Philip Hartmann präsentierte sein Orgelkonzert „The Sound of Cinema“ und verband dabei die faszinierende Klangwelt der Filmmusik mit der historischen Atmosphäre der Basilika. „Das erste Konzert dieser Art“ wie Bürgermeister Michael Hahn betonte.
Im Mittelpunkt des Konzerts stand die 291 Jahre alte Onymus-Orgel, deren vielfältige Klangfarben in Werken unter anderem von Anna Lapwood und Paul Fey sowie in eigenen Arrangements zur Geltung kamen. Das Programm führte musikalisch durch verschiedene bekannte Filmwelten und zeigte eindrucksvoll, welche klanglichen Möglichkeiten in einem historischen Instrument stecken.
Eine wichtige Rolle hatten die beiden Registratoren Dominik Hartmann und Lea-Isabelle Asbach. Mit großer Konzentration und Präzision unterstützten sie während des gesamten Konzerts die Registrierung der Orgel und ermöglichten damit die musikalische Umsetzung der anspruchsvollen Arrangements.
Außerordentlich beeindruckend war der Zuspruch des Publikums:
Trotz starken Regens kamen rund 480 Besucherinnen und Besucher in die Basilika Ilbenstadt. Damit wurde die ursprünglich erwartete Zahl von 300 Gästen deutlich übertroffen. Die große Resonanz und die begeisterte Atmosphäre während des Konzerts machten den Abend auch für den Künstler zu einem besonderen Erlebnis.
Ein besonderes Element des Konzerts war die technische Übertragung des Orgelspiels auf eine große Leinwand. Dank mehrerer Kameras konnten die Besucherinnen und Besucher nicht nur die Musik hören, sondern auch das Spiel am Instrument verfolgen. Ergänzt wurde das Konzert durch passende visuelle Eindrücke zu den einzelnen Filmmusikwerken.
Auch der wohltätige Charakter des Abends spielte eine wichtige Rolle. Die gesammelten Spenden werden zur Hälfte den städtischen Kindertagesstätten und zur Hälfte dem Erhalt der historischen Onymus-Orgel zugutekommen.
Ein Konzert dieser Größenordnung ist nur durch das Zusammenspiel vieler Beteiligter möglich. Marc-Philip Hartmann dankt daher insbesondere der Stadt Niddatal und Bürgermeister Michael Hahn, der das Konzert initiiert hatte, sowie Eileen Handke für die organisatorische Betreuung. Ein besonderer Dank gilt außerdem Steffen Bellinger für die technische Umsetzung und die Live-Übertragung des Orgelspiels.
Michael Hahn dankte Pfarrer Bernd Richardt für die Möglichkeit das Konzert zu veranstalten und die gute Kooperation zwischen der katholischen Kirche und der Stadt Niddatal. Zudem dankt er recht herzlich Frau Regina Hantl von der Kirchengemeinde und den Landfrauen für die wunderbare Zusammenarbeit und Verköstigung.
Am Ende waren es vor allem die zahlreichen Besucherinnen und Besucher, die den Abend mit ihrem Applaus, ihrer Begeisterung und ihrem Gesang zu einem besonderen Erlebnis machten. Die nahezu voll besetzte Basilika und die positive Resonanz zeigten, dass auch moderne Filmmusik auf der Orgel ein breites Publikum erreichen kann.
Das nächste Orgelkonzert ist bereits angekündigt:
Am 13. Dezember 2026 um 17 Uhr wird Marc-Philip Hartmann in der katholischen Kirche Maria von der Immerwährenden Hilfe in Nidderau-Windecken ein weihnachtliches Programm präsentieren. Unter anderem mit Tschaikowskis "Der Nussknacker", Werken von Bach und Vivaldi, stimmungsvoller Filmmusik und weiteren weihnachtlichen Klängen aus unterschiedlichen Epochen und Stilrichtungen.