Die Vorschulkinder der städtischen Kita Assenheim besuchten im Rahmen der Brandschutzerziehung die örtliche Feuerwehr.
Dort konnten sie ihr Wissen rund um das Thema Feuer, Feuerwehr und Notruf vertiefen und festigen.
Gemeinsam wurde besprochen, wann man den Notruf wählt, welche Aufgaben die Feuerwehr hat, wie man sich im Brandfall verhält, sowie was gutes und schlechtes Feuer ist. „Wenn wir nicht aufpassen kann aus einem guten Feuer, ein schlechtes, gefährliches Feuer werden.“ Ein Kind sagte sehr herzerwärmende dazu, dass es an einem Geburtstag (es ging um Geburtstagskerzen) nicht brennen kann, da dies ja ein schöner Tag ist.
Am Rauchhaus wurde den Kindern gezeigt und erklärt, dass man im Rauch nichts sehen kann, warum es wichtig ist Türen geschlossen zu halten und warum man nicht in ein verqualmtes Treppenhaus geht. Im Anschluss daran konnten die Kinder bei dem 10 Sekunden Spiel austesten, ob sie mit verbundenen Augen den Ausgang finden. Und das dies alles andere als leicht ist, haben alle gemerkt. „So ähnlich ist es im Rauch, wenn man nichts sieht. Man verliert die Orientierung.“ Die Wichtigkeit von Rauchmeldern wurde mit einem lustigen Beispiel erklärt. Und spätestens da wussten alle Kinder: Unsere Nase (der Geruchssinn) funktioniert nicht, wenn wir schlafen. „Wir werden von Gestank nicht wach.“
Mit dem Notruf-Übungstelefon konnte jedes Kind die Notrufnummer wählen und mit der Übungsleitstelle telefonieren.
„Die 112 wird nie zum Spaß angerufen. Wenn man sowas üben möchte, kann man auch private Nummern von Familienmitgliedern oder Freunden wählen und spielerisch übern auf Fragen zu antworten.“
Natürlich wurde auch die Feuerwehrschutzkleidung gezeigt, wobei alle Kinder die Möglichkeit hatten, diese anzuprobieren und die Besonderheiten der Kleidung kennenzulernen.
Das Löschgruppenfahrzeug (HLF 10) wurde besichtigt und viele Geräte gezeigt und erklärt. Auch hier stellten die Kinder viele Fragen und zeigten großes Interesse. „Es ist ganz schön schwer hier rauszusteigen“, stellte ein Mädchen fest. „Die Fahrzeuge sind für Erwachsene gebaut, erklärt die Brandschutzerzieherin. Darauf antwortete das Mädchen stolz: „Wenn ich erwachsen bin, werde ich auch Feuerwehrfrau.“
In der Pause haben die Kinder mit den Feuerwehrleuten „Feuerwehr-Sport“, „Koordinationsübungen“, sowie Team- und Wettkampfspiele gemacht.
Beim obligatorischen Gruppenfoto am Ende des spannenden Vormittags geschah es…. Die Funkmeldeempfänger und Smartphones der anwesenden Feuerwehrleute ertönten lautstark. Fast gleichzeitig begannen die Sirenen zu heulen.
Nach einer kurzen Schrecksekunde konnten die Kinder sehr gut reagieren und setzten um, was ihnen bei der Begrüßung erklärt wurde: „Wir sind eine Freiwillige Feuerwehr und immer in Einsatzbereitschaft. Wenn ein Alarm kommt müsst ihr schnell in den Unterrichtsraum gehen, damit die Feuerwehrleute euch nicht umrennen und keiner gefährdet wird.“ Die anwesenden Erzieherinnen handelten besonnen und schnell und begleiteten die Kinder in den sicheren Bereich. Dort wurden die Kinder erstmal beruhigt. Die beiden vor Ort gebliebenen Feuerwehrfrauen/ Brandschutzerzieherinnen erklärten den Kindern, was die Feuerwehrleute jetzt machen und griffen die Situation spielerisch auf. „Was ziehen sie zuerst an… Was fehlt ihnen noch… Und was machen sie dann….?“ Ebenso wurde spontan ein Erklärvideo der Augsburger Puppenkiste abgespielt in dem Kasper den Notruf wählt und die Berufsfeuerwehr Augsburg ihm aus einer misslichen Lage hilft.
Mit dem vor Ort gebliebenen Mannschaftstransportfahrzeug wurde die Gruppe in Kleingruppen zurück zur Kita gebracht. Zum Glück dauerte der Einsatz nicht lange. Somit konnten einige Kinder die zurückkommenden Feuerwehrfahrzeuge nochmal sehen.
Welch eine Aufregung! Doch spätestens da haben alle verstanden, wie wichtig es ist den Notruf absetzen zu können und wie gut es ist, dass es freiwillige Helfer gibt die kommen um anderen zu helfen.